200 Teilnehmer besuchen IT-Kongress an der Hochschule Neu-Ulm
Über 200 IT-Anbieter und -Anwender, Professoren, Mitarbeiter und Studierende trafen sich am Donnerstag, 11. November 2010 zum ersten IT-Kongress an der Hochschule Neu-Ulm. Prof. Dr. Olaf Jacob, Dekan der Fakultät Informationsmanagement zeigte sich über die große Resonanz erfreut: "Die Besucherzahlen zeigen, dass der Bedarf groß ist, Themen der Informationstechnik und des Informationsmanagements in der Region zu diskutieren".
Mit dieser Erwartung hatten Stadt und Hochschule Neu-Ulm gemeinsam mit der Hochschule Ulm, regionalen IT-Unternehmen und den Industrie- und Handelskammern Ulm und Schwaben den IT-Kongress organisiert: "Die heimische Wirtschaft kann bei dieser Veranstaltung Kenntnisse der Hochschule nutzen und die Hochschule bekommt Impulse aus der Praxis", erklärt OB Gerold Noerenberg. HNU-Präsidentin Prof. Dr. Uta M. Feser betonte: "Als Hochschule für angewandte Wissenschaften sehen wir unsere Aufgaben darin, einerseits in der Forschung mit Unternehmen der Region zu kooperieren und andererseits IT-Fachkräfte für die Region auszubilden".

Zunächst bekamen die Kongressteilnehmer eine Einführung in die Kernthemen des IT-Kongresses, zum Beispiel zum Thema sichere elektronische Kommunikation durch Dr. Michael Triller vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz: "Fehlende Ressourcen und die Unterschätzung des eigenen Know-Hows führen dazu, dass kleine und mittel-
ständische Unternehmen ihr Wissen nicht ausreichend schützen und Opfer von Wirtschafts-
spionage werden können". Auch die zunehmende Vermischung von privaten und beruflichen Daten durch die Nutzung mobiler Endgeräte und sozialer Netzwerke seien Anlass, sich mit der Sicherheit der Kommunikation intensiver zu beschäftigen. Dass man Sicherheit jedoch nicht in der Schachtel kaufen könne, verdeutlichte Volker Birk vom Chaos Computer Club: "Nur wer die Funktionsweise der Systeme versteht, kann sie sicher machen". Es sei viel Zeit erforderlich, wenn man sich mit IT beschäftigen möchte - deshalb sei die Hochschule der richtige Ort dafür.
Am Nachmittag referierten Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Kernthemen des It-Kongresses, dazu zählten beispielsweise „IT-Sicherheit: Datenlecks erkennen und schließen“ (Prof. Dr. Markus Schäffter, Hochschule Ulm und Holger Heimann, IT-Sec GmbH ), "Aktuelle Herausforderungen des Data Management" (Thomas Lauer, Glöckler & Lauer Systemhaus), "Integriertes Performance- und Risikomanagement" (Dr. A. Salfeld, ScorePrise Business Solutions GmbH) und "Wissensmanagement und Kommunikationskultur im Unternehmen" von Prof. Dr. Julia Kormann.
Die Vizepräsidentin der Hochschule Neu-Ulm hob hervor: "Auch Akzeptanz und Anwendbarkeit von IT sowie die Bereitschaft der Mitarbeiter, diese zu nutzen, spielen beim Einsatz von IT in Unternehmen eine entscheidende Rolle".

Prof. Dr. Philipp Brune von der Hochschule Neu-Ulm zog eine positive Bilanz: "Auf dem IT-Kongress gab es viele interessante Diskussionen und konkrete Ansätze für Kooperationen zwischen der Hochschule und der regionalen Wirtschaft". Gelegenheit dazu bot das Foyer der HNU, wo Unternehmen ihre Dienstleistungen und Produkte und die Hochschulen Ulm und Neu-Ulm ihre Forschungsprojekte präsentierten:
antares Informations-Systeme, GE Healthcare Information Technologies, Cellent, Glöckler & Lauer, Adapt-IT, [s.i.g.] mbh , TFU (Technologie-förderungsunternehmen), Computertrainingscenter Seidel, IHK Ulm und Schwaben, Ponte e.V., die studentische Unternehmensberatung, sowie die Hochschulen Ulm und Neu-Ulm, insbesondere die Kompetenzzentren der HNU, die sich in Lehre und Forschung mit IT bzw. deren Anwendung im Unternehmen beschäftigen:
Corporate Communications, Corporate Performance Management, Sichere IT- Anwendungen und –Infrastrukturen sowie Media Design and User Experience. Hier bekam Sven Ruoff, Absolvent des Studiengangs Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation, besondere Aufmerksamkeit für das Ergebnis seiner Abschlussarbeit: Ein interaktiver Präsentationstisch für Messen und Kongresse.

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